Rosin: CDU macht sich beim Bildungsplan unglaubwürdig

Veröffentlicht am 10.03.2016 in Bildung & Kultur

„Die heutige Fundamentalkritik der CDU am neuen Thüringer Bildungsplan ist absolut unsachlich und von erstaunlicher Unkenntnis der Faktenlage geprägt“, erklärt Marion Rosin, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Sie erinnert daran, dass sich die Union gemeinsam mit der SPD bereits im Koalitionsvertrag von 2009 auf die Erarbeitung eines „Bildungsplans für Kinder bis zum Ende der Schullaufbahn“ festgelegt und sich gleichzeitig dafür ausgesprochen habe, dass „alle Partner institutionalisierter Bildung […] in die Entwicklung eines solchen Bildungsplans einbezogen werden.“ Diesem Auftrag habe sich das damals SPD-geführte Bildungsministerium unter Christoph Matschie selbstverständlich gestellt und im Februar 2011 ein fachwissenschaftliches Konsortium unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Kräcke mit der Erarbeitung des neuen Bildungsplans betraut. „Dass sich die CDU nur wenige Jahre später nicht mehr an unsere gemeinsamen bildungspolitischen Projekte erinnern kann oder will, finde ich schon erstaunlich. Das zeugt von geringer Glaubwürdigkeit der Oppositionspartei. Seriöse und sachlich fundierte Bildungspolitik sieht wahrlich anders aus“, sagt Marion Rosin.

Ebenso wenig könne sie den Vorwurf des CDU-Abgeordneten Tischner nachvollziehen, der neue Bildungsplan sei nicht praxistauglich, sondern „ein höchst wissenschaftliches Unterfangen“. Das wissenschaftliche Konsortium sei bei der Erstellung des neuen Bildungsplans von einem Fachbeirat intensiv begleitet worden, dem unter anderem GEW und Thüringer Lehrerverband, Landeseltern- und Landesschülervertretung, die kommunalen Spitzenverbände, die Kirchen und die Jüdische Landesgemeinde, die Wirtschaft, die Landeszentrale für politische Bildung und die Jugendhilfe angehört hätten. Ferner habe es ab Mai 2014 eine Erprobungsphase des bis dahin erarbeiteten Entwurfstextes gegeben, bei der rund 150 Praxispartner aus dem frühkindlichen Bereich, von den weiterführenden Schularten sowie aus dem Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit einbezogen worden seien. „Angesichts dieser Faktenlage von fehlender Praxistauglichkeit zu sprechen, ist ein starkes Stück und ein Schlag ins Gesicht für all jene Bildungspraktiker und Verbände, die sich über Jahre hinweg für das Zustandekommen des neuen Bildungsplans engagiert haben“, erklärt die Sozialdemokratin.

Quelle: SPD-Landtagsfraktion

 

Homepage SPD Thüringen

Suchen

WebSozis News

17.04.2021 09:17 Sachgrundlose Befristung: Koalitionsvertrag muss jetzt endlich umgesetzt werden
SPD und CDU/CSU haben im Koalitionsvertrag vereinbart, sachgrundlose Befristungen und Kettenbefristungen einzuschränken. Nun hat Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, einen Gesetzentwurf dazu vorgelegt. Besonders in der aktuellen durch die Corona-Pandemie geprägten Situation benötigen Menschen Sicherheit im Beruf. Eine Eindämmung sachgrundloser Befristung ist überfällig. „Die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung ist schon lange eine sozialdemokratische

17.04.2021 09:15 StVO-Novelle: Kompromiss zu Bußgeldern
Nach monatelangem Ringen hat sich die Verkehrsministerkonferenz heute auf einen Kompromiss zu einer Reform des Bußgeldkatalogs geeinigt. Alle bereits im letzten Jahr beschlossenen unstrittigen Bußgelder können rechtssicher umgesetzt werden. Ein Fahrverbot bereits bei niedrigeren Tempoverstößen wird es nicht geben, allerdings werden die Bußgelder bei Geschwindigkeitsverstößen deutlich erhöht. Die StVO-Novelle musste wegen eines Formfehlers neu verhandelt

13.04.2021 16:09 Kabinett billigt Bundes-Notbremse – Gemeinsam die dritte Welle brechen
Das Bundeskabinett hat bundesweit einheitliche Regelungen beschlossen, um die immer stärker werdende dritte Corona-Welle in Deutschland zu brechen. „Das ist das, was jetzt notwendig ist: Regelungen, die im ganzen Bundesgebiet überschaubar, nachvollziehbar für jeden einheitlich gelten“, sagte Vizekanzler Olaf Scholz am Dienstag. In den vergangenen Tagen hatten der Vizekanzler und die Kanzlerin mit vielen Kabinettskolleg*innen,

13.04.2021 15:09 SPD fordert Ende des „egozentrischen Kandidatenwettbewerbs“
Markus Söder will es werden, Armin Laschet auch. Da zwei sich öffentlich streiten, bleibt die Kanzlerkandidatur der CDU/CSU weiter ungeklärt. Für die SPD ist das unverantwortlich. Denn mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie warten wichtige politische Aufgaben. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wird am Montagabend in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ deutlich: „Das ist eine der wichtigsten Sitzungswochen

13.04.2021 08:23 Corona-Tests am Arbeitsplatz – Fragen und Antworten
Für viele Schüler*innen ist es längst normal, jetzt müssen bald auch alle Unternehmen verpflichtend ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten – bezahlt von der Firma. „Alle müssen jetzt ihren Beitrag im Kampf gegen Corona leisten, auch die Arbeitswelt. Um die zu schützen, die nicht von zu Hause arbeiten können, brauchen wir flächendeckend Tests in den Betrieben“, sagte

Ein Service von info.websozis.de