Gewalt gegen Frauen nicht tabuisieren

Veröffentlicht am 25.11.2014 in Gleichstellung

Jede 3. Frau erlebt im Laufe ihres Lebens laut einer Untersuchung der EU ab ihrem 15. Lebensjahr einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt. Mit einem Anteil von 35 Prozent liegt Deutschland laut der Untersuchung aus dem Frühjahr knapp über dem EU-Durchschnitt von 33 Prozent der Frauen mit Gewalterfahrung. „Das sind erschütternde Zahlen, die im Bewusstsein der Öffentlichkeit kaum existieren“, sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Diana Lehmann anlässlich des heutigen internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. 

dieser Tage diskutiert wurde: Ein Drittel der befragten Frauen hat danach unter anderem schon einmal Gewalt durch den eigenen Partner erlebt.

„Auch wenn wir die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht haben, zeigt uns die gesellschaftliche Realität, dass Gleichberechtigung nach wie vor nicht überall Alltag ist. Gewalt gegen Frauen verdeutlicht das auf sehr dramatische Weise“, so Diana Lehmann. Das Thema „Frauen- und Gleichstellungspolitik“ sei deshalb für die SPD-Fraktion von großer Bedeutung. Das zeige sich auch im Koalitionsvertrag, wo es unter anderem um eine verlässliche Finanzierung von Hilfestrukturen und um klare rechtliche Rahmenbedingungen, zum Beispiel für Frauenhäuser, gehe. Zudem soll weiter an einem Maßnahmeplan gegen häusliche Gewalt gearbeitet werden.

Lehmann: „Das Thema Gewalt gegen Frauen darf weder totgeschwiegen noch verharmlost werden.  Wir brauchen eine ehrliche Debatte über die Situation – und eine Lobby, die sich für Frauen einsetzt.“

 

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